Keep honest people honest!
Interview: Ed Cue von Apple Computer
Sascha Hottes
Als einen der ersten Gesprächspartner hatte Moderator Ted Cohen Apple's Vice President of Applications and Internet Services, Eddy Cue, zu Gast, der zwar wenig Neues erzählte, aber dennoch einen interessanten Einblick in Motivation, Ziele und Historie der "iTunes Music Store"-Erfolgsstory gab.
Apple sei das Projekt "iTunes Music Store" strikt aus Konsumenten-Sicht angegangen, berichtete er: "Wir sind alle Musik-Liebhaber und haben uns die Plattform gebaut, die wir gerne haben wollten, um uns Musik zu beschaffen".
"Wir sind alle Musik-Liebhaber und haben uns die Plattform gebaut, die wir gerne haben wollten"
Auch hier habe man wie bei anderen Apple-Projekten auf kleine, schlagkräftige Teams mit wenigen Experten gesetzt. So besteht das "iTunes"-Team selbst aus rund zehn Entwicklern, weitere zehn Entwickler arbeiten an dem Backend des Music Stores (Internet-Server, Datenbanken, Nutzerverwaltung und Zahlungsabwicklung). Zusammen mit Marketing und Distribution sind rund 30 Mitarbeiter am Projekt beteiligt.
Schon zum Start der Software-Entwicklung an "iTunes" vor zweieinhalb Jahren sei das Ziel gewesen, Kaufmöglichkeiten für Musik zu integrieren. Ein Shop sei damals allerdings noch nicht möglich gewesen, da die Labels für das Format MP3 keinen Content zur Verfügung stellten. "Hätten die Labels MP3 akzeptiert, hätten wir dies natürlich aufgrund seiner Verbreitung und Flexibilität in der Nutzung eingesetzt", kommentierte Eddy Cue. Um die notwendige Akzeptanz seitens der Rechteinhaber zu erreichen, habe man mit dem "itunes Music Store" dann auf das Format "AAC" mit eigenen "DRM Atoms" (das heisst von Apple verschlüsselten Audio-Daten, die nur mit "iTunes" gelesen werden können) gesetzt. Apple's Motto lautet, so Cue: "Keep honest people honest!"
Die Zahlen einer Erfolgsstory
Seit dem Start des "iTunes Music Store" am 28.4.2003 konnten die Macher mit dem Apfel-Logo eine eindrucksvolle Entwicklung mit ihrem Musik-Download-Service hinlegen. Am 3. Mai war die erste Million verkaufter Downloads erreicht, einen Monat später, am 1. Juni, bereits 5 Millionen, am 1. November wurden 10 Millionen heruntergeladen Musik-Tracks bekanntgegeben, die Weihnachtszeit schrieb die erfolgreiche Entwicklung mit weiteren 15 Millionen Downloads bis zum 15. Dezember und wiederum 5 Millionen bis Anfang Januar 2004, also insgesamt über 30 Millionen verkaufter Musikstücke fort. Das machte eine durchschnittliche Download-Menge von 1,5 Millionen Tracks pro Woche oder hochgerechnet etwa 75 Millionen verkaufte Musik-Files im Jahr.
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