DSL-Hardware: Immer ganz oben einsteigen?
Vom DSL-Modem bis zum WLAN-Router
Christian Grohmann
Natürlich kann jeder DSL-Newbie gleich mit einem WLAN-Router der neuesten Generation einsteigen. Das macht dann so richtig Freude - besonders den aufgeweckten Nachbarn. Damit die nicht auf anderer Leute Kosten surfen, ist es gar nicht mal so verkehrt, sich vor dem Kauf nach individuellen Lösungen umzusehen. Das vermeidet Ärger und schont den Geldbeutel.
Geräte, die nicht brandaktuell sind, müssen nicht gleich veraltet sein. Das hält viele Kundenberater jedoch nicht davon ab, die Wireless-LAN-Technologie als einzig zeitgemäße Lösung zu verkaufen. Kundenberater sind halt meist auch nur Kaufleute, die auf Gewinnmaximierung aus sind. Technisch einfachere Lösungen haben aber durchaus ihre Berechtigung. Und das nicht nur, weil sie günstiger sind, sondern auch sicherer und für den Einsteiger leichter zu bedienen.
Back to the roots: Das DSL-Modem
Der einfachste Weg mit DSL ins Internet zu kommen, geht über ein DSL-Modem. Der Hardwareaufwand ist sehr gering: Außer Splitter und DSL-Modem sind keine weiteren Geräte erforderlich. Der PC muss nur eine Ethernet-Schnittstelle oder einen USB-Anschluss haben, damit er mit dem Modem kommunizieren kann - es sei denn, es handelt sich um ein Einbaugerät in Form einer PCI-Steckkarte. Neben diesen Einzelgeräten gibt es auch Kombinationen, die zum Beispiel die Funktionen von ISDN-Telefonanlage und DSL-Modem in einem Gehäuse vereinen.
Steht nur ein einzelner PC im Haushalt, der mit dem Internet verbunden werden soll, reicht ein internes DSL-Modem völlig aus. Soll jedoch ein weiterer PC oder ein Notebook gelegentlichen Internetzugang erhalten, ist ein externes Gerät die bessere Lösung. Für Netzwerke kleinerer Firmen und Privathaushalten empfiehlt sich ein DSL-Modem nur in Kombination mit einem Router, da es keine gleichzeitige Internet-Anbindung mehrerer PCs zulässt.
Der Router: Mit oder ohne eingebautem DSL-Modem
Wer ein lokales Netzwerk betreibt, in dem mehrere Computer gleichzeitig das Internet nutzen sollen, kommt um einen Router nicht herum. Ein Router erhält beim Verbindungsaufbau eine eigene IP-Adresse im Internet. Senden mehrere Computer aus dem lokalen Netzwerk eine Anfrage ins Internet, kommuniziert sie in erster Linie nur mit dem Router - und der managt dann den Datenverkehr zum Modem. Für die Vermittlungsstelle macht das kaum einen Unterschied zum Single-PC-Betrieb - alle Anfragen kommen von einem Gerät.
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