Der zweitgrößte DSL-Provider ist gut und günstig
1&1: Auf die graue Maus ist Verlass
Sascha Hottes
Und auch bei den Anschlüssen gibt sich 1&1 Mühe, vorne dabei zu sein: Als erster Reseller stieg 1&1 in die Vermarktung von DSL 6000 ein, und auch ADSL2+ mit 16 MBit bietet 1&1 schon seit Anfang 2006 an - auch wenn sich der Zahl der geschalteten Anschlüsse noch in Grenzen hält.
Die günstigen Tarife haben aber auch einen Haken: Wer günstig ist, holt sich viele Power-User ins Haus. Diese Kunden nehmen das Wort "Flatrate" wörtlich und saugen, was das Zeug hält. Branchenkreisen zufolge gibt es Leute, die es in manchen Monaten schon auf ein Terabyte, also 1024 Gigabyte Traffic gebracht haben. Das hält natürlich keine Kalkulation aus - der Provider zahlt kräftig drauf. Während sich einige Provider früher mit Filesharing-Drosseln behalfen, verfolgte 1&1 eine andere Strategie:
100 Euro, wenn du gehst
Power-Usern bot 1&1 den "goldenen Handschlag" an: Du bekommst 100 Euro, wenn du gehst und nie wieder einen Vertrag bei der United-Internet-Gruppe abschließt. Dies war ein Angebot, kein Nutzer wurde von 1&1 gekündigt oder gedrängt. Trotzdem wurde dadurch klar, wie 1&1 das Wort "Flatrate" interpretiert.
Außerdem müssen 1&1-Kunden bei Problemen damit rechnen, dass es teuer wird: Die Technik-Hotline ist nur über eine 0900er-Nummer erreichbar; 99 Cent pro Minute werden dafür fällig. Nur nicht in den ersten 30 Tagen nach Vertragsbeginn; während dieser Zeit ist die Nutzung kostenlos.
Viel Leistung fürs Geld
Fazit: Wer einen Provider sucht, der eine Internet-Vollbedienung bietet und dabei auch noch recht günstig ist, ist bei 1&1 richtig. Zwar gibt es hier nicht unbedingt Kampfpreise, dafür stimmt aber die Leistung. Hardcore-Sauger sollten sich vielleicht lieber einen anderen Anbieter suchen; wer aber keinen übermäßigen Traffic erzeugt, muss sich keine Sorgen machen.
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