Deutschlands beliebtester Provider ist gleichzeitig der teuerste
T-Online: Der Platzhirsch
Lars Gurow
"Ich leb' online - mit T-Online" - fast die Hälfte aller deutschen DSL-Kunden können das von sich sagen. Und noch immer kann der Provider mit dem rosa T rund die Hälfte aller DSL-Neukunden zu sich locken, obwohl die Konkurrenz härter geworden ist.
Denn erst seit Sommer 2005 ist T-Online in der preislichen Realität angekommen: Nachdem 1&1 im April 2005 die Preise massiv gedrückt hatte, zog T-Online erst spät und auch recht zögerlich nach. Zwar gehört T-Online immer noch zu den teuersten Providern, besonders groß sind die Unterschiede aber nicht mehr. T-Online hat die psychologische Marke von zehn Euro knapp unterboten, und das muss wohl reichen. Trotz allem drückte die Preissenkung bei den Flatrates sehr auf das Jahresergebnis von T-Online.
Vorteil: T-Online ist vor Ort
T-Online hat einen großen Vorteil gegenüber allen anderen Providern: Das Netz von T-Punkten ist in ganz Deutschland. Dort kann sich auch Lieschen Müller in aller epischer Breite erklären lassen, wie das so funktioniert mit dem Internet. Da kann selbst 1&1 mit seinen Powersellern nicht mehr mithalten. Und außerdem bietet der T-Punkt alles aus einer Hand: T-Home, Telefon, DSL und Handys.
Und wenn einmal etwas nicht funktioniert: Einfach in den T-Punkt gehen und fragen - einen solchen Support kann kaum jemand sonst bieten. Gerade bei technischen Problemen wird es schnell teuer: 1&1-Kunden müssen eine teure 0900er-Nummer anrufen, und das kann schnell ins Geld gehen. Technische Probleme von T-Online-Seite sind aber ohnehin selten; meist betrifft es den Anschluss selbst. Und dann haben T-Online-Kunden den Vorteil, sich nicht erst, wie bei vielen Konkurrenten, über einen Umweg an den Anschlussbetreiber wenden zu müssen. Außerdem gilt T-Online beim Schalten der Anschlüsse als sehr flink.
VoIP: Ausbaufähig
Wie alle DSL-Provider bietet T-Online auch VoIP an. Allerdings kocht man das Gericht auf sehr kleiner Flamme: Die VoIP-Funktionalitäten werden zwar erwähnt, aber nicht groß angepriesen. Es gibt VoIP-Hardware und auch ein Softphone, allerdings sind die Gesprächspreise von T-Online nicht gerade vom Feinsten: Geht eine Festnetz-Flatrate für zehn Euro pro Monat noch in Ordnung, sind Minutenpreise von 2,9 Cent pro Minute ins deutsche Festnetz völlig indiskutabel. Netzintern telefonieren T-Online-Kunden zwar kostenlos, wegen der geringen Verbreitung von T-Online-VoIP dürfte es aber schwierig werden, im Bekanntenkreis einen Telefonierpartner zu finden.
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Und sie sind, muß ich zugeben, kulanter als Konkurenz.
Konkret: habe vergessen neben dem Telefon/DSL-Anschluß gesondert T-Online zu kündigen. Nach paar Faxen war ich die Sorge los.
Neulich habe ich 1und1 5 Tage zu spät gekündigt (2 Monate Kündigungsfrist). Keine Gnade, 1 Jahr lang wollen sie Geld für nichts. Somit ist meine Kariere als Profiseller zu Ende.
Hallo.
Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wieso ich zu einem anderen Provider wechseln sollte. Seit drei Jahren hab ich die Flat und seit drei Jahren keine Probleme, was will man dann eigentlich mehr? Dass DSL mal für ein paar Stunden ausfällt aufgrund technischer Probleme, kann man ihnen nachsehen, das dürfte woanders auch so sein.
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