Wie man Windows XP vom Heimweh kuriert
Tutorial: XP-Antispy richtig einrichten
Michael Knott
XP-Antispy entpacken und starten
Nach dem Download muss das Programm zu allererst installiert werden. Allerdings verfügt es über keine Installationsroutine, sondern muss per Drag&Drop aus dem ZIP-Verzeichnis in einen beliebigen Ordner, sinnigerweise im Programme-Verzeichnis, verschoben werden.
Ein Doppelklick auf das Programmsymbol öffnet XP-Antispy und man wird von den Optionen erst einmal erschlagen. Übrigens: Dieses Tutorial bezieht sich auf die deutsche Version 3.81 von XP-Antispy, allerdings dürfte sich an den Optionen in den kommenden Versionen kaum noch etwas ändern.
Kleine Kästchen-Kunde
Die Optionen sind thematisch gegliedert. Vor jeder Option befindet sich ein Symbol. Ein rotes Ausrufungszeichen bedeutet, dass die Funktion momentan aktiv ist, von XP-Antispy aber im nächsten Schritt deaktiviert wird. Ein grünes Häkchen zeigt an, dass eine Spionage-Funktion bereits abgeschaltet ist. Ein leeres Kästchen besagt, dass die entsprechende Funktion nicht geändert wird.
Ein Kästchen mit Haken bedeutet, dass ein User diese Funktion zur Deaktivierung angewählt hat. Ein Einbahnstraßen-Schild sagt dem User, dass er besser die Finger von der Option lassen sollte, wenn er sich nicht auskennt, weil sie möglicherweise wichtig für den störungsfreien Betrieb von Windows XP ist.
Media-Player abdichten
Nach der kleinen Kästchen-Kunde kann es dann an's Werk gehen. Die erste Option ist dem auskunftsfreudigen Media-Player gewidmet. Vorsichtige User sollten hier alles ausschalten, außer dem automatischen Codec-Download.
Dieser sendet zwar auch Informationen an Microsoft, allerdings ist der Nutzen größer als der Schaden, denn es gibt nichts Unangenehmeres, als die Codec-Suche für den Media-Player, um irgendwelche kruden Film- oder Audio-Formate abspielen zu können. Wer eine lizensierte Version von Windows XP benutzt, hat hier auch nichts weiter zu befürchten.
Besser ohne Fehlerberichterstattung
Die nächste Themengruppe ist die Fehlerberichterstattung. Wenn ein Programm in Windows XP oder XP selber abstürzt, fragt das System, ob es Microsoft über den Fehler Bescheid geben soll. Dadurch kann Microsoft im Zweifelsfall Rückschlüsse über die Programme auf dem Rechner seines Kunden ziehen.
Das ist ganz besonders übel, wenn es sich dabei möglicherweise um Raubkopien oder anders illegale Software handelt. Deshalb sollten die Ausrufungszeichen vor beiden Optionen stehen bleiben, zumal die Fehlerberichterstattung keinem User direkt etwas bringt. Dafür hat MS seine Forschungsabteilung.
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