Mac OS X im Netz dicht machen
Mac OS X Sicherheitsratgeber II: Äußere Sicherheit
Michael Knott
Schutzmaßnahme 4: Kostenfalle Internet-Sharing
Internet-Sharing ist eine feine Sache. Auf diesem Wege können mehrere Rechner ans Internet geklemmt werden, während nur eine Verbindung besteht. Der Mac wird damit zu Router und gibt die Internet-Anfragen an den Provider weiter. Diese Funktion ist besonders sinnvoll, wenn keine WLAN-Station vorhanden ist oder die einzige Telefonbuchse von mehreren Rechnern im Netz benutzt werden soll.
Allerdings gibt es auch hier ein Problem, insbesondere bei mobilen Rechnern. Ist nämlich bei einem Mac mit Airport die Verbindungsfreigabe aktiviert, kann ein wildfremder anderer User die Verbindung nutzen. Einzige Voraussetzung: Er hat ebenfalls WLAN. Das mag auf den ersten Blick albern sein, da über WLAN ja jeder ins Netz kann.
Besonders bei WLAN gefährlich
Spätestens aber, wenn es wie zum Beispiel bei der Telekom käufliche WLAN-Accounts gibt, kann es unangenehm werden, da ein Wildfremder ohne zu zahlen den Account mitbenutzen kann. Falls dann noch nach Volumen abgerechnet wird, kann es schnell teuer werden.
Wenn alle Dienste und die Firewall korrekt eingestellt und Benutzeraccounts mit den nötigen Rechten versehen sind, ist der Mac sicher im Netz unterwegs. Alles, was noch fehlt, ist ein Virenscanner, doch den kann man sich normalerweise getrost sparen, da es kaum nennenswerte Viren für Mac OS X gibt.
Fremdanbieter-Tools sinnlos
Überhaupt sind Tools von Fremdanbietern wie Norton bestenfalls Placebos, mit Bordmitteln lässt sich die Sicherheitsproblematik oft besser, effizienter und vor allem günstiger lösen. Diese Tatsache scheint sich inzwischen auch herumgesprochen zu haben, wieso sonst hätte Norton trotz steigender Mac-Verkaufszahlen seine Entwicklungsarbeit für Mac OS eingestellt?
Eines darf allerdings nicht vergessen werden: Programmierfehler können scheunentorgroße Sicherheitslücken aufstoßen. Aus diesem Grunde sollte mindestens einmal wöchentlich ein Blick in die Software-Aktualisierung geworfen werden. Diese Lücken betreffen zwar meist eher professionelle Anwender als Privatnutzer, doch sollte die Gefahr durch ungerichtete DoS-Attacken oder ähnliches nicht unterschätzt werden. Und wenn durch den Absturz nur die Arbeit einiger Stunden vernichtet wird.
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