Mac OS X im Netz dicht machen
Mac OS X Sicherheitsratgeber II: Äußere Sicherheit
Michael Knott
Diese erlauben es Windows-Usern, einen beliebigen Ordner im Netzwerk freizugeben. Das ist im Netzwerkbetrieb sinnvoll, im Internet hingegen erlaubt es Angreifern hingegen im Zweifelsfall, Dateien auszulesen, die nicht für ihre Augen bestimmt sind. Bei extrem schlecht gesetzten Freigaben ist sogar der Vollzugriff über das System möglich.
Gott ist Root-User...
Mac OS X hingegen ist bereits ab Werk mit sicheren Freigaben bestückt. Zum Beispiel kann ein User aus dem Netz nur auf den Rechner zugreifen, wenn er die Zugangsdaten zu einem Account kennt. Allerdings kann dieser Nutzer sich dann ausschließlich in seinem Account bewegen. Es sei denn, er hat Admin- oder gar Root-Rechte.
Der Root-User ist in Unix-Systemen eine Art Gott. Er kann tun und lassen, was er möchte, Systemdateien ändern oder ersetzen, Benutzerkonten anlegen oder löschen und so das ganze System destabilisieren. Kommt das Passwort des Root-Nutzers in die falschen Hände, sind alle Sicherheitsmaßnahmen müßig.
...und wird deshalb ausgeschaltet
Dieser Problematik war sich auch Apple bewusst. Deshalb ist der Root-User auch standardmäßig deaktiviert. Zwar lässt er sich von einem Admin-Account aus über das Programm "Netinfo Manager" (Programme -> Dienstprogramme -> Netinfo Manager) wieder aktivieren. Sinnvoll ist das aber eigentlich nur, wenn viel mit den Unix-Funktionen gespielt oder in den für andere User als Root gesperrten Verzeichnissen gearbeitet werden soll.
Wenn ein Macuser mit einem anderen Macuser im Netzwerk Dateien austauschen will, kann er dies nicht wie bei Windows über die Freigabe eines Ordners machen. Stattdessen muss alles, auf das Zugriff erteilt werden soll, im "Öffentlich"-Ordner im Benutzerverzeichnis vorhanden sein. Das mag unkomfortabel erscheinen, ist aber ziemlich sicher.
Schutzmaßnahme 2: Nicht benötigte Dienste deaktivieren
Unter "Sharing" (Systemeinstellungen -> Sharing) versteckt Apple alle für das Netzwerk relevanten Sicherheitseinstellungen. Hier können Dienste eingestellt werden, auf die Nutzer von außen auf dem Mac zugreifen dürfen, hier können Firewall und Internet-Sharing aktiviert werden.
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