Lesen Sie hier, wie Amazon-Kunden das Album Kingdom of Fear von Shitdisco bewertet haben.
Dance!dance!dance!
SHITDISCO liefern mit diesem Album das erste Manifest des "New Rave". Mit Referenzen in Richtung Punk, Funk, Old School Disco und House ist das der "Hit Shit of the Moment". Hier wird ohne Unterbrechung und im hohen bpm-Bereich abgegangen, dass es eine Freude ist. Die bisherigen Singles "Disco Blood" und "Reactor Party" sind mit dabei. Seit den besten Tagen von "The Prodogy" gab es keinen bessere Rave-Disco-Rock!
Abseits der Tanzfläche ungeeignet
Ja, und ihr könnt es nicht verhindern... ich gebrauche gleich zu Beginn mal, den zuletzt in der Musikpresse fast schon zu exzessiv benutzten Begriff "New Rave". Denn diese Bewegung ist momentan wohl die angesagteste und spannenste Bewegung in Sachen Jugend-Indie/Undeground-Kultur aus dem Vereinten Königreich. Der wilde Mix aus Rock und Elektro ist das (noch so ein blöder Begriff) "Ding der Stunde", bunte Neonfarben, Leuchtschmuck und exzessive Party-Raves sind wieder da. Getragen von einer Jugend, die sich, laut eigener Aussage der Beobachter, bei den Konzerten in einen Rausch tanzt, wie zu guten alten Acid-Zeiten. Genervt von der Realität und Normalität der Gegenwart 2007 formiert sich hier eine Partykultur wieder, die man längst vergessen glaubte.Nachdem die Klaxons die Sperrspitze dieser Bewegung bildeten und Acts wie Simian Mobile Disco oder The Sunshine Underground ihnen Folgen, servieren uns nun die schottischen Shitdisco ihr Debütalbum "Kingdom of Fear" und machen darauf genau das, was man von den rockenden Ravern erwartet hat. Schneller, punkiger Rock mit viel Elektro drin... Dazu wilde, exzessive, tanzbare Beats, wilder Gesang, der weniger Wert auf Melodien und Aussagen legt, als viel mehr Motivation zum Party machen sein soll. Und genau das ist dieses Debüt: eine wilde, exzessive Party. 37 Minuten ohne Pause. Und nur dazu ist sie da... das macht zum einen ihren Reiz aus und zum anderen macht sie das schrecklich eintönig. Ändern die Klaxons wenigstens ab und zu mal das Tempo und die Stimmung auf ihrer Platte, ist das Werk von Shitdisco erschreckend eintönig geworden. Sicher, die Singles "Disco Blood" und "Reactor Party" haben Lust auf mehr gemacht. Das Ergebnis ist ernüchternd. Was live als exzessive, schweißtreibende Party jenseits der Normalität sicher gut funktionier, wirkt auf Platte reichlich monoton, langweilig und wiederholend. Und so kommt es einfach, dass einem nach dem Hören einfach kein Song in den Ohren hängen bleibt. Zu ähnlich sind sich die Nummern, zu oft wiederholen Shitdisco sich selber. Prägnante Melodien und Songstrukturen bleiben dabei kaum hängen.Fazit: Als Partybeschallung ist es sicher gut geeignet, dieses Album, aber zum Anhören taugt's leider nur wenig. Klar, die Band ist abgefahren, wild und durchgeknallt und bringt das Gefühl dieser Underground-Bewegung "New Rave" sicher gut rüber, aber zu mehr als zum Tanzen reicht dieses Album einfach nicht. Und Tanzmusik mit Substanz ist halt nicht leicht zu produzieren. Bleibt abzuwarten, ob die Band nicht ganz schnell nach dem heißen Hype, den sie mitproduziert hat, wieder verglüht.